Zum Inhalt springen

Krampfadern
Behandlungen

Krampfadern entfernen: Behandlungsmethoden

Die Verödung von Besenreisern und kleinen Krampfadern ist auch unter dem Namen Mikro-Sklerotherapie oder Feinverödung bekannt. Die Vorsilbe „Mikro“ besagt, dass die kleinen Venen mit besonders feinen Nadeln behandelt werden.

Der ästhetische Gesichtspunkt steht bei der Behandlung von Besenreisern im Vordergrund.

Der Arzt injiziert ein speziell entwickeltes Arzneimittel, das Sklerosierungsmittel, durch eine feine Nadel direkt in die Besenreiser und in die kleinen Krampfadern.

Im Innern der Krampfadern reagiert das Sklerosierungsmittel mit der Wand der krankhaft erweiterten Venen. Durch körpereigene Vorgänge kommt es zu einer Verklebung der Venenwände und somit zu einem Verschluss der Venen. Nach und nach baut der Körper die verschlossenen Venen ab, bis diese dauerhaft verschwunden sind.

Die Varizen-Behandlung zur Entfernung von Krampfadern wird ambulant durchgeführt und erfordert weder Narkose noch Anästhesie.

Besenreiser

Besenreiser sind eine Unterform von Krampfadern (Varikosis) und treten meist an den Beinen auf. Sie sind örtlich begrenzte Erweiterungen feiner, oberflächlicher Venen, die rötlich-bläulich durch die Haut schimmern. Besenreiser verursachen selten Beschwerden – stellen für manche jedoch ein ästhetisches Problem dar. Erfahren Sie hier alles zu Ursachen, Symptomen, Behandlung und Möglichkeiten, Besenreisern vorzubeugen!

Was sind Besenreiser?

Besenreiser sind kleine, oberflächliche Venen, die rötlich oder bläulich durch die Haut schimmern. Sie entstehen, wenn das Blut an der betroffenen Stelle versackt. In den meisten Fällen sind Besenreiser harmlos und allenfalls ein kosmetisches Problem. Bei einigen Menschen weisen sie jedoch auf Erkrankungen der tieferliegenden Venen hin.

Besenreiser kommen im Alter häufiger vor, aber nicht ausschließlich. Bei manchen Erwachsenen zeigen sich Besenreiser schon ab 20 Jahren und sogar Kinder sind gelegentlich betroffen.

Was sind Krampfadern?

Krampfadern – auch Varikose, Varikosis oder Varizen genannt – sind dauerhaft erweiterte Blutgefässe, die vermehrt an den unteren Extremitäten wie an den Oberschenkeln oder Kniekehlen auftreten. Aber auch an Hoden oder der Speiseröhre können sich Varizen bilden. Die knotig geschlängelten Venen entstehen, wenn sich das Blut in den Venen staut. Dabei treten sie nach aussen hervor und schimmern bläulich oder violett durch die Haut.

Krampfadern Ursachen: Woher kommen Krampfadern?

Krampfadern (Varikosis) sind zu einem grossen Teil genetisch bedingt. Die Hauptursache sind jedoch schwache Venenwände und -klappen.

Im Alter von 30 Jahren weisen bereits 20 % der untersuchten Beine Venen mit Reflux auf. Besenreiser und Krampfadern werden oft erst nach Jahren sichtbar und bis Hautveränderungen entstehen, dauert es noch länger.

Zusätzliche Faktoren wie Übergewicht, fehlende Bewegung und Schwangerschaften begünstigen die Entstehung von Krampfadern oder können das Leiden verschlimmern.

Krampfadern: Symptome

Die Symptome von Krampfadern können sich von Mensch zu Mensch unterscheiden. Erste Anzeichen sind ein Spannungs- und Schweregefühl oder auch Schmerzen und Schwellungen in den Beinen nach langem Stehen oder Sitzen. Weitere Symptome von Krampfadern sind zudem Verfärbungen und Verhärtungen der Haut.

Die Beschwerden nehmen meist bei hohen Temperaturen und im Laufe des Tages zu. Zudem kann bei Krampfadern die Haut jucken oder spannen. Viele Betroffene klagen zudem über Missempfindungen sowie Unruhe- und Wärmegefühl in den Beinen.

Mit der Zeit können sich Schwellungen verstärken. Sie entstehen durch den erhöhten Druck in den krankhaft veränderten Venen, wodurch Flüssigkeit in das umliegende Gewebe gepumpt wird.

Das Erscheinungsbild der Krampfadern sagt nicht immer etwas über die Stärke der Symptome aus. Wenig auffällige Venen können starke Schmerzen hervorrufen, während grosse, verdickte Krampfadern keine Beschwerde verursachen.

Krampfadern wegspritzen
Therapie
Varizen (Krampfadern)
Konservative Maßnahmen

Die Grundtherapie bei Krampfaderleiden ist die Kompression. Kompressionstrümpfe, Verbände oder apparativer intermittierender Kompression lindern die Symptome und beugen ein Fortschreiten der Erkrankung vor. Manuelle Lymphdrainage, Gefäßsport oder Balneotherapie unterstützen die Kompressionsmaßnahmen.

Operative und endovenöse Verfahren

Bei einer ausgeprägten Krampfader, Hautveränderungen oder Beschwerden besteht die Notwendigkeit einer operativen oder endovenösen Therapie. Da Varizen eine chronische Erkrankung sind, können sie auch nach erfolgreicher Behandlung an anderen Venen erneut auftreten.

Krampfaderziehen – Venenstripping

„Stripping“ bezeichnet das operative Entfernen von Krampfadern. Je nach Ausmaß der Varikosis lassen sich Krampfadern in Teilen („Teilstripping“) oder komplett ziehen. Beim „Stripping“ setzt der Chirurg einen kleinen, minimal-invasiven Schnitt in der Leistengegend und einen weiteren am Varizenende. Anschließend wird die Vene an beiden Stellen abgebunden, durchtrennt und mit Hilfe einer Sonde herausgezogen.
 

Endovenöse thermische Verfahren

Endovenöse thermische Verfahren schließen die betroffenen Venen durch Hitze ab. Laser, Radiofrequenzen oder Heißdampf werden dabei als Wärmequelle eingesetzt. Die Eingriffe sind minimal-invasiv und gewebeschonend.

Endovenöse chemische Verfahren

Varizen können auch durch endovenös-chemischen Verfahren verödet werden. Cyanoacrylatkleber oder injizierte Sklerosierungsmittel werden hierfür eingesetzt.

Medikamentöse Therapie

Zur oralen medikamentösen Therapie stehen in Deutschland folgende Substanzen mit evidenzbasierter Wirksamkeit zur Verfügung: standardisierter Roter Weinlaubextrakt (AS 195), standardisierter Rosskastanienextrakt und Oxerutin. Eine Wirkung der Venenmedikamente tritt nach etwa 2-4 Wochen kontinuierlicher Einnahmezeit auf.

Senden Sie uns Ihre Fragen

Kontaktieren Sie uns, um mehr über Hautpflege, Gesundheit und nicht-chirurgische ästhetische Anwendungen zu erfahren.